Daten und Fakten
Im Rahmen der Entwicklung der Strategie für die „Energiezukunft Oberfranken-OST" wurde eine regionale Energiebilanz, diverse Potenzial- und Szenarienberechnungen sowie eine Lastganganalyse erstellt. Sie bilden die fachliche Grundlage für das Leitbild, die Handlungsprinzipien und die Schlüsselprojekte der Strategie. Methodik, Annahmen, Datengrundlagen und weiterführende Berechnungsergebnisse sind vollständig in einem separaten Dokument „Technisch-politisches Umsetzungspapier" beschrieben.
Zusammenfassend ist zu sagen:
Die Analyse des aktuellen Energiesystems zeigt ein differenziertes Bild: Während der Anteil erneuerbarer Energien im Stromsektor bereits weit entwickelt ist, bestehen im Wärmesektor und im Verkehr weiterhin erhebliche Transformationsbedarfe.
- Im Strombereicherreicht die Region bereits heute einen bilanziellen Anteil erneuerbarer Energien von rund 90 % am Allgemeinstrombedarf und liegt damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Gleichzeitig ist der absolute Verbrauch aufgrund der industriellen Struktur hoch.
- Im Wärmesektor liegt der Anteil erneuerbarer Energien bei unter 20 %. Hier konzentrieren sich die größten Herausforderungen, insbesondere im Gebäudebestand und in der industriellen Prozesswärme.
- Auch der Verkehrssektor trägt substanziell zum Gesamtenergiebedarf bei und ist stark von fossilen Energieträgern abhängig.
Insgesamt zeigt sich, dass die Region bei der Energiewende bereits weit fortgeschritten ist, dies jedoch sektoral sehr unterschiedlich ausgeprägt ist.
Die gute Ausgangslage im Stromsektor darf nicht mit einer bereits erreichten Transformation des gesamten Energiesystems verwechselt werden. Der hohe bilanzielle Anteil erneuerbarer Energien ist ein strategischer Vorteil, ersetzt aber weder die Dekarbonisierung von Wärme und Verkehr noch die Anpassung der Energieinfrastruktur an künftig deutlich veränderte Lasten.

Der Weg in die Energiezukunft