Gemeinschaftliche lokale Stromnutzung: Energiegemeinschaften und Energy Sharing

In Oberfranken-Ost wird eine zentrale Anlaufstelle für die gemeinschaftliche Nutzung lokal erzeugten erneuerbaren Stroms aufgebaut. Der sog. One-Stop-Shop unterstützt Kommunen, Bürgerenergiegesellschaften, Wohnungswirtschaft, Unternehmen, Stadtwerke
Handlungsfelder
Was wir langfristig erreichen wollen
Der gesellschaftliche Nutzen liegt nicht in einem weiteren Beratungsschalter, sondern darin, dass mehr Menschen, Kommunen und kleinere Akteure tatsächlich an der lokalen Energiewende teilnehmen können, ohne erst Energiewirtschaft studieren zu müssen. Gemeinsame lokale Stromnutzung kann laut dena Bürger, Kommunen, Gewerbe und zivilgesellschaftliche Gruppen an der Energiewende beteiligen, Netzkapazitäten besser aus-nutzen, Lastspitzen glätten und den Netzausbaubedarf mindern. Zudem kann sie demokratische Strukturen stärken und Aufklärungsarbeit über die Energiewende fördern. Ein One-Stop-Shop übersetzt diese Möglichkeiten in umsetzbare Projekte und senkt die Eintrittshürden gerade für Akteure, die weder ein  eigenes Rechtsressort noch eine eigene Bilanzkreisabteilung haben.

Womit wir anfangen
  • regionalen Bedarf und geeignete Zielgruppen abfragen: Kommunen, Stadtwerke, Genossenschaften, Wohnungswirtschaft, Gewerbe, Quartiersinitiativen
  • vorhandene oder geplante Vorhaben zur gemein-samen Stromnutzung erfassen und typische Hürden sammeln
  • ein standardisiertes Unterstützungsangebot entwickeln: Erstcheck, Eignungsprüfung, Betreiber- und Vertragsmodelle, technische Mindestanforderungen, Musterprozesse
  • Partnerstruktur aufbauen mit Stadtwerken, Verteilnetzbetreibern, Messstellenbetreibern, Fachkanzleien, Energieberatern, IT- und Abrechnungsdienstleistern
  • zwei bis vier Pilotvorhaben begleiten und die Ergebnisse in praxistaugliche Leitfäden, Vorlagen und Abläufe überführen

Was kurz- und mittelfristig rauskommen soll
  • Die Etablierung eines regional sichtbaren Einstiegspunkts, einer Anlaufstelle für Vorhaben zur gemeinsamen lokalen Stromnutzung ist erfolgt.
  • Es läuft eine standardisierte Erstberatung und Eignungsprüfung für neue Projekte.
  • Die Anbahnungszeiten sind verkürzt, weil Rollen, Prozesse und Mindestanforderungen nicht jedes Mal neu erfunden werden müssen.
  • Belastbare Pilotprojekte mit übertragbaren Vertrags-, Mess- und Betriebsmodellen sind angeschoben.
  • Zusammenarbeit zwischen Initiatoren, Stadtwerken, Netzbetreibern, Messstellenbetreibern und Dienstleistern ist besser abgestimmt.
  • Die Umsetzungsquote bei Projekten, die sonst an Komplexität, Unsicherheit oder Zuständigkeitschaos hängenbleiben würden ist höher.